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Die Irrtümer des Menschen machen ihn eigentlich liebenswürdig (Goethe)

Ich bin ein liebenswürdiger Mensch. Dieser Meinung bin nicht nur ich, sondern auch Goethe (der Rest der Welt wäre es sicher auch, wenn er mich kennen würde – und nein, Größenwahn ist nicht ansteckend).

Ich habe heut meiner gesamten Familie mein übrig gebliebenes Schulbrot angeboten, wenn nicht sogar aufgedrängt. Ich habe von ökonomischem Denken und von Konsumgesellschaft gesprochen und allen ein schlechtes Gewissen eingeredet. Als meine Mutter sich dann erbarmen wollte, fiel mir ein, dass ich mein Schulbrot auf der Rückfahrt vor lauter Langeweile schon selbst gegessen hatte.

Ja gut, ähhh… was lernen wir daraus?

Nichts.
21.10.06 17:34


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Der Tod der Zuckerwatteprinzessin

Kleider machen Leute. Das ist ein unumstößliches Faktum. Wer’s nich glaubt, sollte mal die gleichnamige Novelle von Gottfried Keller lesen.
Und ob wir es nun wahr haben wollen oder nicht: Wir sind alle oberflächlich. Das ist auch der Grund, warum wir meinen unsere Persönlichkeit durch die Kleidung, oder meinetwegen auch diversen Körperschmuck (Piercings, Tattoos, gefärbte Haare, etc.) nach außen tragen zu müssen. Und das ist auch der Grund, warum wir gegen Schuluniformen sind. Weil wir nicht wollen, dass alle auf den ersten Blick gleich aussehen, und weil wir uns nicht die Mühe machen wollen, jeden näher kennen zu lernen um über ihn urteilen zu können (was man natürlich nie machen sollte…) Deswegen sind uns aber auch Asiaten so unheimlich… scherz (obwohl das glaub ich sogar auf Gegenseitigkeit beruhen soll). Wir kleiden uns vor einem Vorstellungsgespräch ordentlich um seriös zu wirken. Oder ziehen uns normal an, um gleich zu zeigen, dass wir uns nicht verstellen werden.
Wenn wir in einer Disco vor die Wahl gestellt werden die dicke Braut mit den fettigen Haaren und der Hochwasserhose anzusprechen oder die geile Schnitte à la Angelina Jolie, würde wohl niemand auf die Idee kommen
„mhmm… die da links sieht zwar besser aus, aber die rechts is bestimmt nicht so eingebildet und hat nen besseren Charakter, also sprech ich die mal an.“

Macht kein Schwein.

Ich will damit nicht sagen, dass Mädchen der ersten Sorte keinen abkriegen. Im Endeffekt bringts dir wohl auch nichts, wenn die Schnitte dumm is wie Brot (wie passend, Schnitte Brot). Jedenfalls bringts dir nichts für was Ernsthaftes.

Sondern ich will damit sagen, dass wir alle oberflächlich sind. Jedenfalls auf den ersten Blick. Uns sind Leute entweder auf Anhieb sympathisch, oder unsympathisch, da braucht die Person noch nicht ein Wort gesprochen zu haben. Und das hat bestimmt nichts mit zwischenmenschlichen Schwingungen zu tun. Natürlich ändert sich der Eindruck, wenn man sich erst mal unterhält, aber halten wir fest: in den ersten Minuten vor einem Gespräch sind wir alle oberflächlich.

Dazu kommt noch folgendes: Man benimmt sich seinem Aufzug entsprechend. Mit locker lässiger Jeans und einem einfachen Shirt fläzen wir uns auf die nächstbeste Couch und legen die Füße auf den Tisch. Mit Rock, Pumps und Bluse setzen wir uns aufrecht und verschränken die Beine ladylike.

Würde man einen Blick in meinen Kleiderschrank werfen, fände man darin hauptsächlich dunkle Töne, viel Rot, a bissl Grün und Blau und das ein oder andere Oberteil mit Lemmingen oder Vampir-Enten drauf… ^^
Meine Charakteristik in der Abi-Zeitung schwang irgendwo zwischen: sarkastisch, Lästermaul, verrückt und den Zwang zum Haarefärben. (blau, rot, grün, alles schon gehabt).

Nun beging ich den Fehler mir dieses bekloppte rosa Ballkleid über den Kopf zu ziehen und festzustellen, dass ich ausseh wie eine Zuckerwatteprinzessin. Eine heiße Zuckerwatteprinzessin, wohgemerkt…*g

Es ergibt sich folgendes Problem:
Eine Zuckerwatteprinzessin erscheint auf den ersten Blick als eine nervige Zeitgenossin. Sie quietscht bei kleinen Babys, spreizt ihren kleinen Finger beim Trinken von der Tasse ab und findet alles und jeden „niedlich“. Gäbe es einen Film über die Zuckerwatteprinzessin würde er „Clueless“ heißen und Alicia Silverstone hätte die Hauptrolle.
Eins kann man der Zuckerwatteprinzessin jedoch nicht vorhalten: In rosa Ballkleidern sieht sie einfach bezaubernd aus. Mit Sieben wär jeder gern mal eine Zuckerwatteprinzessin. Mit weißem Pferd und wunderhübschem Traumprinz, der einen aus der Hand der bösen Stiefmutter befreit und mit auf seine Burg nimmt, wo man dann… blablabla, Seite 19 in jedem beliebigen Märchenbuch.

Also, habt ihr wirklich von mir erwartet, dass ich mich im rosa Wallekleid, mit blonden Haaren und dezentem Make-up vor eine versammelte Halle voller Eltern, Geschwister, Freunde und Bekannte stelle?
21.10.06 17:33


Nachtrag

Erwähnte ich schon die rosa Riemchensandaletten, die ich, wie ich zu meiner Schmach gestehen muss, schon mal im vornerein gekauft hab, obwohl ich das Kleid noch nicht mal 100% in der Tasche hab?
18.6.06 11:34


Zuckerwatteprinzessin

Der übliche morgendliche Gedanke einer Frau: was soll ich anziehen?
Die übliche darauffolgende Feststellung: ich habe einfach nichts zum Anziehen im Schrank!
Der übliche darauffolgende Entschluss: ich muss mir mal wieder was Schickes kaufen!

Mir geht es da nicht anders, aber das soll jetz nich das Thema sein. Mein Problem ist, wie wir schon gestern festgestellt haben - DAS MÜNDLICHE ABITUUUUUUR *kreisch* *schrei* *Kopfgegenwanddresch*
Nach dem mündlichen Abitur koooommt: DIE OFFIZIELLE ABSCHLUSSFEIIIIIIIER *sieheoben*

Womit wir auch schon bei meinem kleinen Problem wären:
Ich habe schlicht und ergreifend nichts anzuziehen...
Alles begann damit, dass ich vor ca einem halben jahr in den Oberstufenraum gekommen bin und von einer reißerischen Welle: "Ich kauf mir ein langes schulterfreies ballkleid in " in 20-facher Ausführung umgeworfen wurde.
Zwischendrin entdeckte ich meine beste Freundin, die händeringend vor dem rotwangigen Mob zu fliehen versuchte.
Ich kämpfte mich, heldenhaft mein Schwert... ähäm.... meine Schultasche schwingend, durch die sich ereifernden Massen und zog meine Liebste mit letzter Kraft aus den Klauen des 20-köpfigen Monsters.

Der erste Schock war überstanden, da folgte, so ziemlich genau ein halbes jahr später (nämlich am Freitag morgen), der zweite:
Ich war mit meiner Ma denn nun endlich mal Sachen für die Offizielle einkaufen, unter anderem auch im C&A in der berühmtberüchtigten Abendmode-Abteilung.
Blöd Kichernd und immer wieder "schau mal Mama, ich bin eine Barbie" schreiend, rannte ich mit einem schulterfreien rosa Ballkleid durch die Gegend, dass ich mir, kopf durch den bügel steckend, um den Hals gehängt hatte. (hier sei erwähnt: nein, ich hatte nicht plötzlich zu der bösen ballkleid-fraktion gewechselt, mein plan sah aus wie folgt: schwarze bermuda (knielang, nicht arschfaltenkurz), eine schicke korsage und farblich passende, scheißhohe pumps dazu... TADAAAAA)
Mein Verhängnis war es, an einem Spiegel vorbeizurennen und festzustellen: ALTER SCHWEDE, BIST DU NE GEILE SCHNITTE!
Also zog ich das Kleid, immer noch skeptisch, einmal an und der Traum eines jeden Mädchens ging in Erfüllung: ich sah aus wie eine rosa ZUCKERWATTEPRINZESSIN!

Welch harter Schlag für mein Rockerherz. ICH, deren einziges Rosa Kleidungsstück aus einem geschenkten Tanga besteht, sollte mit einem rosa Ballkleid glücklich sein?! es kann keinen Gott geben...
Dieses bestätigte sich auch nach einem Blick auf das Preisschild: schlappe 120 Euro...

Naja - Ende der Geschichte war, dass ich vorerst noch nichts gekauft habe. Das Kleid habe ich mir zurücklegen lassen und werde wohl nach meinem Mündlichen morgen noch mal auf die Suche nach etwas nicht ganz so Tussihaftem gehen (zumal ich die Befürchtung habe, dass das Kleid bestimmt schon in 10-facher Ausführung in den Kleiderschränken meiner Mitschüler zu finden ist)...

Bis dahin einen recht rosanen Gruß,
die Zuckerwatteprinzessin
18.6.06 10:13


Countdown

Meine Knie schlottern - mein Herz rast. Mir wird kalt und warm gleichzeitig und ich verspüre ein durchdringendes kitzeln in der Magengegend, das sich in der Tat nur mit dem Verzehr zuvieler Brausestäbchen vergleichen lässt...


Nein - ich bin nicht frisch verliebt


Es ist schlimmer: Das mündliche Abi steht bevor.


Und wer hätte das gedacht, ich muss ausgerechnet in Deutsch in's Mündliche, weil ich eine glanzvolle 4 hingelegt habe. Welch Blamage für mein Dichterherz. Ich fühle mich missverstanden und gedemütigt. Alkohol ist auch keine Lösung, deswegen ersaufe ich mich in Selbstmitleid.


Welch Erniedrigung, welch Schmach, welch himmelschreiende Ungerechtigkeit mein Talent so zu verkennen nur weil ich mich weigere aus der Lektürehilfe abzuschreiben.


Erwähnte ich mein angestrebtes Germanistikstudium?
17.6.06 11:46


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